Regionalmarketing:
Fachkräfteversorgung dauerhaft sicherstellen

Legende_GesamtkarteIn der Gesamtkarte des Zukunftsatlas sind die Regionen in Deutschland nach ihrer Stellung im Gesamtindex 2013 – in Form eines Rankings von 1 (Top-Region) bis 402 (Schlusslicht) – dargestellt. Mehr noch als der reine Rangplatz, gibt vor allem die Zuordnung einer Stadt/eines Kreises zu einer der acht Gruppen Auskunft über die Zukunftsfähigkeit der Region im Deutschlandvergleich.

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Qualifizierte Mitarbeiter können sich längst nicht nur den Arbeitgeber aussuchen. Auch die Region, in der ein Arbeitsplatz angesiedelt ist, spielt bei der Auswahl eine große Rolle. Arbeitgeber in Regionen mit hoher Bekanntheit und/oder gutem Image haben es daher leichter, neue Mitarbeiter für Ihre Unternehmen zu rekrutieren.

Bekanntheit und Image bekommen daher eine zunehmend große Bedeutung für ganze Regionen. Denn: Nur wer langfristig die Arbeitskräfteversorgung für die angesiedelten Unternehmen sicherstellt, kann Investoren für seine Region gewinnen. Was nutzen günstige Gewerbeimmobilien oder Steuervergünstigungen, wenn nicht ausreichend Arbeitskräfte zur Verfügung stehen?

Eine moderne Regionalmarke muss auf fünf Bereiche abzielen:

  • Unterstützung der angesiedelten und ansiedlungswilligen Unternehmen bei der Fachkräftegewinnung.
  • Bürger in der Region binden, Abwanderung und Auspendeln verhindern.
  • Die Dachmarke zu etablieren und zu hoher, regionaler und überregionaler Bekanntheit führen. Dies gilt vor allem in Hinsicht auf Arbeitsplatz- und Lebensqualität.
  • Die Integration in der Region zu stärken, um die Identifikation und damit die Stärke der Markenbotschaft zu fördern.
  • Die Erhöhung der Markenbekanntheit, vor allem außerhalb der Region.

Ein Marken- und Wirkungstest der Regionalmarke muss sieben Fragen klar beantworten:

  • Sorgt die Marke intern wie extern für Orientierung (räumliche Abgrenzung, Leistungsbild, emotionale Verbundenheit)?
  • Stiftet die Marke Identität (für Bürger und Unternehmen, eigene Identität der Region)?
  • Schafft die Marke vertrauen (Reputation der Leistungen)?
  • Gibt die Marke der Region ein authentisches Image (alle Assoziationen werden über die Marke gebündelt)?
  • Fördert die Marke die Kommunikation (Kommunikation mit Zielgruppen wird möglich und Beziehungen werden stabilisiert)?
  • Werden die Zielgruppen durch die Marke an die Region gebunden (Förderung von Weiterempfehlungen)?
  • Schafft die Marke Identifikation (gesteigerte Wiedererkennung, bessere Greifbarkeit von komplexen Gebilden, wie Regionen)?

aktuelle Projekte

Regionalmarketing Oberpfalz

Für den Regionalmarketing Oberpfalz in Ostbayern e. V. erstellte augenmaß in Zusammenarbeit mit der Personalmarketingagentur „vonVorteil“ ein Konzept, um das Image der Region als attraktiven Lebens- und Arbeitsraum zu stärken, und damit potenzielle Arbeitskräfte von den Chancen und Möglichkeiten der Oberpfalz zu überzeugen.

Die Agenturen erstellten ein umfangreiches Positionierungs- und Kommunikationskonzept für den bayerischen Regierungsbezirk, entwickelten Logo, Markenclaim und Kernaussagen neu. Zur Ermittlung der optimalen Positionierung wurden Umfragen unter den relevanten Zielgruppen zum Mediennutzungsverhalten, zur Arbeitsplatzattraktivität, zum Ein- und Auspendelverhalten und zu den wesentlichen Lebensqualitätsfaktoren sowie eine ausführliche Wettbewerbsanalyse durchgeführt.

Auf der Basis einer hieraus abgeleiteten Stärken- und Schwächen-Analyse beschreibt das Konzept die Handlungsempfehlungen für die Zukunft. Im nächsten Schritt werden eine neue Imagebroschüre, ein Key Visual für die Region sowie ein Konzept für die erfolgreiche Logolizensierung durch angeschlossene Unternehmen erstellt.

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Fachkräftesicherung Cham

Für den Landkreis Cham in der Oberpfalz erarbeitet augenmaß derzeit in Kooperation mit der Hochschule Heilbronn eine detaillierte Analyse zum Fachkräftebedarf bis zum Jahr 2020.

Ziel der Analyse ist die Ermittlung des konkreten Fachkräftebedarfs der Unternehmen im Landkreis in den kommenden fünf Jahren. Hierzu führte augenmaß zunächst Sensibilisierungsworkshops mit den Unternehmen durch. Auf diese Weise werden die Unternehmen bei der Durchführung einer demografiefesten Personalbedarfsplanung und einer Altersstrukturanalyse unterstützt.

Anschließend übernehmen Studierende der Hochschule die Durchführung von Interviews mit den Unternehmen, um so den Personalbedarf für die kommenden Jahre zu ermitteln und für den gesamten Landkreis hochzurechnen. Die Ergebnisse werden anschließend mit vorliegenden Daten zur demografischen Entwicklung, zum Strukturwandel und zur Ausbildungssituation verglichen.

Auf der Basis der Ergebnisse entsteht abschließend ein Handlungskonzept für den Landkreis, das Zielgruppen, Zielregionen für die Rekrutierung, die Positionierung und die Marketingmaßnahmen beschreibt.